§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für sämtliche Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform „SEVEN4ONE EVENTS" (nachfolgend „Plattform"), die zwischen
Ioannis Tsannis, handelnd unter „741SVE Digitalagentur", Im Wengle 1, 72770 Reutlingen (nachfolgend „Anbieter")
und dem jeweiligen Kunden (Club, Veranstalter, Event-Agentur; nachfolgend „Kunde") geschlossen werden.
(2) Die Plattform richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, die die Plattform in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit nutzen (B2B). Verbraucher im Sinne des § 13 BGB sind von der Nutzung als Vertragspartner ausgeschlossen.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
§ 2 Leistungsbeschreibung
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden eine White-Label-Software-Plattform zur Verwaltung von Veranstaltungen zur Verfügung. Der konkrete Funktionsumfang richtet sich nach dem vom Kunden gewählten Preismodell (Starter, Pro oder Brand) und kann unter anderem folgende Funktionen umfassen: Gästelisten- und VIP-Buchungsverwaltung, Ticketing und Kassensystem (POS), Event-Management, Page-Builder zur Erstellung einer eigenen, individuell brandbaren Veranstaltungswebsite, Statistiken/Reporting sowie Blacklist-Funktionen.
(2) Der genaue Funktionsumfang der jeweiligen Preisstufe ergibt sich aus der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses auf der Website des Anbieters dargestellten Leistungsbeschreibung. Der Anbieter behält sich vor, den Funktionsumfang einzelner Preisstufen im Rahmen der Weiterentwicklung der Plattform anzupassen, sofern dies dem Kunden zumutbar ist und der Kernfunktionsumfang der jeweils gebuchten Stufe erhalten bleibt.
(3) Der Anbieter ist bestrebt, eine hohe Verfügbarkeit der Plattform sicherzustellen, schuldet jedoch keine bestimmte Mindestverfügbarkeit, soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart. Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb der Hauptnutzungszeiten durchgeführt und, sofern zumutbar, vorab angekündigt.
§ 3 Vertragsschluss, kostenlose Testphase
(1) Die Darstellung der Plattform und ihrer Preisstufen auf der Website stellt kein bindendes Angebot des Anbieters dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung an den Kunden, ein Angebot abzugeben (invitatio ad offerendum).
(2) Interessenten können über das auf der Website bereitgestellte Formular eine unverbindliche Demo- bzw. Testanfrage stellen. Ein Vertrag über die kostenpflichtige Nutzung der Plattform kommt erst durch gesonderte, ausdrückliche Bestätigung beider Parteien (z. B. per E-Mail oder durch Freischaltung eines Kunden-Zugangs nach individueller Vereinbarung) zustande.
(3) Kunden erhalten bei Vertragsschluss eine kostenlose Testphase von 30 Tagen ab Freischaltung des Zugangs. Während der Testphase besteht voller Zugriff auf die Funktionen der jeweils vereinbarten bzw. einer vom Anbieter festgelegten Testkonfiguration. Eine Zahlungsverpflichtung entsteht während der Testphase nicht; eine Kreditkarte oder sonstiges Zahlungsmittel ist zur Nutzung der Testphase nicht erforderlich.
(4) Wird die Testphase nicht vor Ablauf in eine kostenpflichtige Nutzung überführt, endet der Zugang automatisch zum Ende der Testphase, ohne dass es einer gesonderten Kündigung bedarf. Der Anbieter behält sich vor, nach Ablauf der Testphase gespeicherte Daten nach angemessener Frist zu löschen.
(5) Ein automatisierter Self-Service-Registrierungsprozess mit unmittelbarem Vertragsschluss steht derzeit nicht zur Verfügung; die Aufnahme der kostenpflichtigen Nutzung erfolgt nach individueller Abstimmung mit dem Anbieter.
§ 4 Preise und Zahlungsbedingungen
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses auf der Website des Anbieters ausgewiesenen Preise für die jeweilige Preisstufe (Starter, Pro, Brand), jeweils zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern diese nach den zu diesem Zeitpunkt geltenden steuerlichen Vorgaben auszuweisen ist.
(2) Sofern der Anbieter zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG ist, wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen und berechnet.
(3) Die vereinbarte Vergütung ist, sofern nicht anders vereinbart, monatlich im Voraus fällig und wird über das vom Kunden angegebene Zahlungsmittel eingezogen bzw. per Rechnung gestellt.
(4) Gerät der Kunde mit der Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform nach vorheriger Ankündigung und Fristsetzung zu sperren, bis der offene Betrag beglichen ist. Weitergehende gesetzliche Ansprüche des Anbieters bleiben unberührt.
§ 5 Laufzeit und Kündigung
(1) Kostenpflichtige Verträge werden, sofern nicht individuell abweichend vereinbart, auf unbestimmte Zeit mit monatlicher Abrechnung geschlossen.
(2) Beide Parteien können den Vertrag mit einer Frist von einem Monat zum Ende eines Abrechnungsmonats kündigen, sofern nicht im Einzelfall etwas anderes vereinbart wurde.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde die Plattform missbräuchlich, rechtswidrig oder unter Verstoß gegen diese AGB nutzt und dies trotz Abmahnung fortsetzt.
(4) Die Kündigung bedarf der Textform (z. B. E-Mail).
§ 6 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde ist für sämtliche über seinen Zugang eingestellten Inhalte (u. a. Veranstaltungsbeschreibungen, Bilder, Branding-Elemente) selbst verantwortlich und stellt sicher, dass diese nicht gegen geltendes Recht oder Rechte Dritter (insbesondere Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrechte) verstoßen.
(2) Der Kunde ist im Verhältnis zu seinen eigenen Endkunden (z. B. Gästen, Ticketkäufern) selbst für die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorgaben verantwortlich, soweit er über die Plattform personenbezogene Daten seiner Endkunden verarbeitet. Der Anbieter stellt hierfür die technischen Voraussetzungen als Auftragsverarbeiter zur Verfügung; der Abschluss einer gesonderten Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO erfolgt auf Anfrage des Kunden.
(3) Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen.
§ 7 Verfügbarkeit, Gewährleistung
(1) Der Anbieter gewährleistet, dass die Plattform bei Bereitstellung dem vertraglich vereinbarten Leistungsumfang entspricht. Unerhebliche Abweichungen der Funktionalität stellen keinen Mangel dar.
(2) Bei Mängeln der Plattform wird der Anbieter innerhalb angemessener Frist Nacherfüllung leisten, sofern der Mangel vom Kunden hinreichend konkret mitgeteilt wurde.
§ 8 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach Maßgabe des Produkthaftungsgesetzes. Für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit haftet der Anbieter ebenfalls unbeschränkt.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, ist die Haftung des Anbieters der Höhe nach auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen ausgeschlossen.
(4) Die Haftung für den Verlust von Daten wird auf den typischen Wiederherstellungsaufwand begrenzt, der bei regelmäßiger und gefahrentsprechender Datensicherung durch den Kunden eingetreten wäre.
§ 9 Datenschutz
Für die Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen der Nutzung der Plattform gilt ergänzend die Datenschutzerklärung des Anbieters in ihrer jeweils aktuellen Fassung.
§ 10 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag der Sitz des Anbieters.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt.
(4) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, sofern dies zur Anpassung an geänderte rechtliche oder technische Rahmenbedingungen erforderlich ist. Über wesentliche Änderungen wird der Kunde rechtzeitig informiert.